Castro
liegt an der Ostküste des Salent und unterteilt
sich in zwei Stadtteile, Castro Superiore, das auf einer
felsigen Anhöhe geklammert liegt, und Castro Marina,
in eine herrliche Bucht gebettet. Castro ist ein bedeutendes
Geschichtszentrum, aber auch eine berühmte Fremdenverkehrslokalität,
die besonders für das klare Meer und die wunderschönen
Grotten bekannt ist. Die kleine Stadt, deren Territorium
bereits zur Zeit der Vorgeschichte frequentiert war
- soweit aus den Funden der prähistorischen Stätten
der Grotten Romanelli und Zinzulusa hervorgeht - war
schon im XVII. Jhdt v. Chr. gefestigter Vorposten pelasgischer
Völker, die sich vor Ort niedergelassen hatten.
Im Anschluss daran wurde die Gegend von Messapiern und
Griechen besiedelt, um im Jahre 123 v. Chr. römische
Kolonie zu werden. Das Zentrum wurde mit einer Stadtmauer
versehen, die im Mittelalter kolossale Dimensionen annahm.
Sie besteht aus Blöcken aus Lecceser Stein, die
stellenweise bis zu drei Metern lang sind - wobei die
Höhe an die 18 Meter erreichte. Dazu kam ein mächtiges
Kastell, das auf einer Anhöhe errichtet wurde,
wobei es an der einen Seite vom Meer und an der anderen
Seite von einem steilen Abhang geschützt ist, und
deshalb als uneinnehmbar galt. Besonders sehenswert
sind die Grotten des Gebiets von Castro, die bedeutendste,
die Zinzulusa Grotte, hat ihren Namen von den Kalkkonkretionen,
die vom Grottengewölbe wie "Zinzuli"
(Lappen) herunterhängen. In ihrem Inneren befinden
sich wie herrliche Statuen dastehend unzählige
Stalaktiten und Stalagmiten von originellsten Formen
und mit bizarren Namen - la Cascata (Wasserfall), Presepe
(Weihnachtskrippe), la Torre di Pisa (der schiefe Turm
von Pisa), Corridoio delle Meraviglie (Wunderkorridor)
usw .
- und Höhlen von beachtlichen Dimensionen wie die
Dom-Höhle, deren Name auf die Höhe der Decke
zurückzuführen ist. Beim Eintritt in die Grotte
erblickt man phantastische Farbspiele, die vom reflektierenden
Licht erzeugt sind. Die Farben reichen vom reinstenWeiß
des Kalkfelsen bis zu den unterschiedlichsten Schattierungen
der Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit abgesetzt
haben. In anderen Grotten, wie in der Romanelli Grotte,
sind ferner einmalige Grafiten aus der Vorgeschichte,
sowie einzigartige Schwämmchenkolonien zu bewundern.
Castro bedeutet aber vor allem Meer, kristallklares
und durchsichtiges Wasser, das sich in Stellen von unbeschreiblicher
Schönheit und naturbelassenem Ambiente hineindrängt,
wie Mucurune, wo eiskalte Wasserquellen und herrliche,
vom dunklen Grün der Ölbäume umgebene
Felsenklippen eine der eindrucksvollsten Landschaftskulissen
des Salent zeichnet. Die Stadt besitzt einen Freizeithafen
und einen regen Fischerhafen, zahlreiche Sporteinrichtungen
für die Freizeit und das Vergnügen sowie weitläufige
öffentliche Stellen zum Baden.
|