Entlang
der eindrucksvollen Westküste der Provinz Lecce,
zwischen duftenden Macchia Mediterranea Wegen, flachen
Felsenbuchten und lieblich sonnigen Stränden erhebt
sich die bezaubernde Stadt Gallipoli, die besungene
"Perle des Ionischen Meeres", die sich wie
ein weißes Kleinod in Richtung der blauen Wasser
des Meeres zu strecken scheint: in der Tat präsentiert
sich die auf einem kleinen Eiland zusammen gekauerte,
mittelalterliche Altstadt orientalisch und weiß.
Antike Festungsmauern umringen sie, und das mächtige,
ihr vorangelagerte Kastell beschützt sie, das sich
im antiken "Seno del Canneto" Hafen spiegelt,
der durch eine lange Steinbrücke mit der Neustadt
verbunden ist, die sich entlang der niedrigen Hügelausläufer
der Küste erstreckt. Die Stadt, die über einen
sicheren natürlichen Hafen verfügt, verrät
in ihrem Namen "schöne Stadt" ihren griechischen
Ursprung - in der Tat ist es dem Sinn nach der antike
Ausdruck für "kalé pólis"-.
Sie war eine bedeutende römische Stadtgemeinde
und zur Zeit der Byzantiner Festungsstadt des oströmisch-byzantinischen
Kaiserreichs während der Resistenz gegen die Normannen,
die sie 1071 unter ihre Herrschaft brachten. Später
ging die Stadt an die Staufer und Anjou über, blieb
von den verheerenden Einfällen der Türken
Ende des 14. Jhdts und den expansionistischen Zielen
der Venezianer verschont. Im 16. Jhdt wurde ihr Hafen
einer der bedeutendsten Handelsplätze Europas,
- man exportierte vor allem Öl -, und wurde somit
zu einer blühenden kosmopolitischen Stadt. Gallipoli
bezaubert mit ihrem Spiegelbild im türkisen und
glasklaren Meer, dessen Wassertiefen von herrlichen
Prärien vom Posedonien der nahe gelegenen kleinen
S. Andrea Insel bereichert sind. Heute liegt ihr Reiz
insbesondere in ihren Kunstschätzen wie der strahlenden
Barockkathedrale Sankt Agatha, der weißen Purità
Kirche und der S. Francesco aus Assisi Kirche mit dem
einmaligen Holzkreuz, das den Poeten Gabriele D'Annunzio
so stark beeindruckte, dem südländischen Zauber
der engen Gassen und reizvollen Balkone der Altstadt,
in dem unvergleichlichen Geschmack einer unverfälschten
Gastronomie und der herzlichen salentischen Gastlichkeit.
|