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Die
herrliche Adriaküste der Provinz Lecce - ein Aufeinanderfolgen
von bezaubernden kleinen Buchten und Uferstellen entlang
strenger Felsenriffe - nimmt in ihrer weitläufigen
Bucht Otranto, die östlichste Stadt Italiens, auf,
die sich auf dem äußersten Landstrich der
Punta Palascia erhebt, von wo sie 3 Schiffstunden von
Griechenland entfernt liegt. Die antike Stadt Hydruntum
- deren Name sich vom kleinen, in den Hafen mündenden
Fluss Idro herleitet -, wurde vermutlich von kretischen
Kolonisten gegründet und wurde rasch zu einer blühenden
Seehandelsstadt unter den Römern. Auch unter den
Byzantinern hielt sie eine Hauptstellung ein und wurde
im IX. Jhdt Sitz eines griechischen Bischofs und Hauptstadt
des Salent - damals gehörte sie mit Kalabrien zu
den Ländern der sogenannten Terra d'Otranto -.
Zwischen dem XI. und XII. Jhdt wurde sie unter den Normannen
zu
einem mächtigen Handelsplatz und das wahre Tor
zum Orient, was natürlich der günstigen Lage
des Hafens zu verdanken war. Später ging die Stadt
an die Aragonier über und wurde Opfer einer dramatischen
Belagerung seitens der türkischen Flotte des Mohammed
II., die leider nach einer heldenhaften Resistenz mit
der Einnahme der Stadt und der Ermordung von 800 Einwohnern
endete, die sich weigerten, dem christlichen Glauben
abzuschwören. Heute ist die Stadt Ziel zahlreicher
Sommerurlauber und mit einem regen Fähr- und Tragflügelbootsverkehr
mit Griechenland verbunden. Otranto kann sich eines
ausgezeichneten kunst- und monumentalen Erbes rühmen:
sehenswert ist die Altstadt, die ganz von den mächtigen
Bastionen der aragonischen Festigungsanlage eingefasst
ist, an deren gewundenen Sträßchen aus Felsstein,
Kleinode wie das Kastell, die byzantische Ädikula
des Heiligen Peter und die erhabene romanische Kathedrale
mit ihrem überwältigenden Mosaikboden stehen,
ein antikes, imposantes und kostbares Glanzstück
aus der heldenhaften Historie der Stadt.
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